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Kindergärten in Baden-Württemberg

Neue Aufgabenbereiche des Kindergartens im Rahmen der neuen Einschulungsuntersuchung und der verbindlichen Sprachstandsdiagnose

Sprachstandsdiagnose

Die neue Einschulungsuntersuchung für die Kinder, die im September 2010 eingeschult werden, läuft zur Zeit. Sie wird in der Regel im Kindergarten durchgeführt. Aus Präventionsgründen findet Schritt 1 der neuen Einschulungsuntersuchung bereits eineinhalb bis zwei Jahre vor der Einschulung statt. Dem Kindergarten kommt dabei eine entscheidende Rolle zu, indem die Erzieherinnen und Erzieher die Kinder spielerisch auf die Untersuchungssituation vorbereiten und ggf. Ergebnisse von Diagnosen durch das Personal des Gesundheitsamts als Grundlage aufgreifen, entweder für gezielte Förderung im Rahmen des Orientierungsplans oder zur Weitergabe an den Träger, der einen Antrag auf zusätzliche Sprachförderung stellen kann. Die Untersuchungsergebnisse werden dann an den Kindergarten weitergegeben, wenn die Eltern ihre schriftliche Zustimmung gegeben haben.
 
Das Kultusministerium führt 2009 für Erzieherinnen und Erzieher fünf regionale eintägige Fachtagungen "Sprachstandsdiagnose"  durch.  Weitere Informationen zu Inhalt und Terminen der Fachtagungen erhalten Sie in Kürze unter Sprachstandsdiagnose. Dort können Sie sich direkt zu einer Fachtagung in Ihrer Region anmelden.

Fördern von Anfang an

In der vorschulischen Bildung hat Baden-Württemberg mit dem Orientierungsplan und dem Projekt "Schulreifes Kind" wichtige Meilensteine gesetzt. Kindergärten haben neben der Aufgabe der Erziehung und Betreuung auch einen Bildungsauftrag, der sich an den spezifischen, altersstrukturell bedingten Bedürfnissen der Kinder orientiert. Da das Kindergartenalter eine der lernintensivsten Zeiten im menschlichen Dasein darstellt, ist die Bildungsarbeit in Kindergärten eine zentrale Aufgabe. Für die Kinder mit besonderm Förderungsbedarf wird mit dem Projekt "Schulreifes Kind" eine zusätzliche Förderung im letzten Kindergartenjahr angeboten. Ziel ist es, Zurückstellungen vom Schulbesuch und Klassenwiederholungen zu vermeiden. Allen Kindern soll eine erfolgreiche Schulbiografie ermöglicht werden.

Ausführliche Informationen rund um das Thema "Kindergarten" finden sich im folgenden Internetauftritt:

externer Linkl zur Homepage kindergarten-bwKindergärten in BW

Wichtige Themen

Intensive Sprachförderung im Kindergarten

Nachdem die Baden-Württemberg Stiftung das Programm „Sag’ mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder“
und damit die Sprachförderung in Baden-Württemberg erfolgreich etabliert hat, übernimmt
ab dem Kindergartenjahr 2010/2011 das Land die Sprachförderung im Kindergarten. Die Veröffentlichung
der Förderrichtlinie für die Sprachförderung ist für Ende Mai 2010 geplant.

Bei der Umsetzung der Sprachfördermaßnahmen des Landes werden wesentliche Elemente des Programms
„Sag’ mal was“ übernommen. Beibehalten werden der Förderumfang von 120 Zeitstunden,
die Förderung in Gruppen durch eine qualifizierte Fachkraft, das Entgelt und die aktive Elternbeteiligung.
Es wurde angestrebt, das Verfahren insgesamt zu verschlanken und eine hohe Durchführungsqualität
sicherzustellen.

Alle Informationen zur Sprachfördermaßnahme des Landes sowie die Antragsunterlagen sind zu finden
unter externer Linkl zur Homepage kindergarten-bwwww.sprachfoerderung-bw.de

Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen

Entsprechend dem Auftrag des Kindertagesbetreuungsgesetzes Baden-Württemberg (§ 9 Abs. 2 KiTaG) konkretisiert Baden-Württemberg mit dem externer Linkl zur Homepage kindergarten-bwOrientierungsplan den Bildungsauftrag des Kindergartens und stärkt den Kindergarten als Ort der frühkindlichen Bildung. Der Orientierungsplan setzt in sechs maßgeblichen Bildungs- und Entwicklungsfeldern verbindliche Ziele im Sinne des KiTaG, die angesichts der gegebenen Trägerpluralität noch weiter ausgestaltet werden können. Er berücksichtigt die innovativen Entwicklungen der baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen und betont gem. KiTaG vor allem die zentrale Rolle der ganzheitlichen Sprachförderung.

Der Orientierungsplan verfolgt konsequent die Kinderperspektive und greift mit seinem mehrperspektivischen Ansatz die grundlegenden Motivationen von Kindern auf. Er versteht pädagogische Begleitung und Förderung als ganzheitlich, entwicklungsangemessen, individuell, aktiv entdeckend und kreativ forschend. Ziel sind Lern- und Bildungsprozesse, die der kindlichen Entwicklung angepasst sind und zu einer kontinuierlichen Bildungsbiografie des Kindes führen. Deshalb gewährleistet der Orientierungsplan zusammen mit dem Bildungsplan der Grundschule eine kontinuierliche Förderung.

Der Orientierungsplan versteht sich als "Bildungskompass" für Erzieherinnen und Erzieher, für Träger, Eltern und Lehrkräfte. Er gibt zur pädagogischen Arbeit Impulse und Hilfestellungen für einen förderlichen Umgang mit den Kindern. Er betont im Sinne der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft die Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte mit den Eltern und den Lehrkräften der Grundschule und trägt so zu einer weitergehenden Verzahnung von Kindergarten und Grundschule bei. 

Bildungshaus für Drei- bis Zehnjährige

Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 startete in Baden-Württemberg das Modellprojekt  externer Linkl zur Homepage kindergarten-bwBildungshaus für Drei- bis Zehnjährige, das Kindern die Chance bietet, über einen Zeitraum von sieben Jahren gemeinsam zu lernen und zu spielen. Damit wird Kindern ab drei Jahren eine kontinuierliche Bildungsbiografie ermöglicht, die - an den individuellen Potentialen orientiert - in unterschiedlichen Geschwindigkeiten verlaufen kann. Die flexible Einschulung und das jahrgangsübergreifende Lernen, erfolgreich erprobt beim „Schulanfang auf neuen Wegen“, sind in das Konzept der Bildungshäuser 3-10 integriert.

Projekt "Schulreifes Kind"

Kinder in einem Netzwerk zu stützen und zu fördern ist beim externer Link zur Homepage kindergarten-bwProjekt "Schulreifes Kind" ein zentraler Gedanke der Konzeption. Deshalb soll die Kooperation und das Netzwerk der Angebote zur Unterstützung von Kindern, die Förderung ganz besonders brauchen, intensiviert werden. Die Förderung kann in der Grundschule oder im Kindergarten, durch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder in Zusammenarbeit beider pädagogischer Fachkräfte erfolgen. Ziel ist, dass alle Kinder die Chance auf einen gelingenden Schulstart und eine erfolgreiche Schullaufbahn haben. Im Kindergarten- und Schuljahr 2006/2007 wurde das Projekt  „Schulreifes Kind“, das bisher an 50 Modelleinrichtungen in Baden-Württemberg durchgeführt wird, gestartet. Im Kindergarten- und Schuljahr 2007/2008 wird es ausgeweitet.

Kooperationen

Unabhängig von der Einführung des Orientierungsplans an Kindergärten gibt es bereits eine Vielzahl an Projekten an Kindergärten (auch in Kooperation mit Schulen). 

Der Bildungsplan der Grundschule schließt an den Orientierungsplan passgenau an. Die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule wird in einem regelmäßig zu aktualisierenden verbindlichen Kooperationsplan vereinbart, der von den Erzieherinnen und den Kooperationslehrkräften erstellt wird und die gemeinsame Arbeit festlegt. Diese externer Linkl zur Homepage kindergarten-bwKooperation soll weiter intensiviert werden.

Ausbildung für Erzieherinnen

Die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher erstreckt sich insgesamt über vier Jahre und gliedert sich in das einjährige Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten (1 BKPR), in die zweijährige Fachschule für Sozialpädagogik (2 BKSP) und in das einjährige Berufspraktikum. Nähere Informationen über die Ausbildung erhalten Sie unter

  1. Erzieherin und Erzieher – Ein Beruf mit Perspektive

Weiterführung Grundschule

Die frühkindliche Bildung und Erziehung, die im Kindergarten einen wesentlichen Bestandteil inne hat, findet im Übergang in die Grundschule ihre externer Link: Kindergärten Baden-WürttembergWeiterführung und Vertiefung. Verschiedenste individuelle Fördermöglichkeiten - von lernschwach bis hochbegabt - prägen das Bild der heutigen Grundschule. Hier nur einige Reformprojekte, die die enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Schule symbolisieren:

  • Schulanfang auf neuen Wegen,
  • Sprachförderung,  
  • intensive Kooperation mit Kindertagesseinrichtungen,
  • verlässliche Grundschule,
  • Orientierung am Entwicklungsstand und den individuellen Potenzialen der Kinder.

Trägerverbände

Als externer Link: Kindergärten Baden-Württembergübergeordnete Instanzen aller Träger von Kindergärten unterstützen sie die Umsetzung des Bildungsauftrages und stärken damit die frühkindliche Bildung und Erziehung in Familie und Kindergarten. Ebenso beteiligen sie sich aktiv an der Qualifizierung der Fachkräfte und Leiterinnen von Kindergärten im Rahmen der Fort- und Weiterbildung. 

Wichtige Links

  1. Servicebereich auf Kindergarten-bw
    Der Servicebereich bietet eine Plattform für eine zügige Suche nach geeigneten Materialen, Handreichungen und Literaturlisten zu verschiedenen Kindergartenthemen. 
  2. Liste der Trägerverbände auf Kindergarten-bw
  3. Infodienst Kindergarten für Erzieherinnen und Erzieher
    Seit Juli 2008 erscheint der Infodienst Kindergarten.  Inhaltlich befasst sich der Newsletter für Erzieherinnen und Erziehern mit Themen aus den drei Bereichen: "Aktuelles", "Aktionen, Tipps, Termine" sowie "Medien und Literatur". Diese Rubriken liefern Antworten auf pädagogische, rechtliche und finanzielle Fragen sowie Fragen der Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher. Der Infodienst Kindergarten erscheint vier Mal im Jahr.
    Sie können den Infodienst einsehen und abonnieren unter:
    externer Link: Kindergärten Baden-WürttembergInfodienst Kindergarten

Ansprechpartner

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Referat 33: Kindergärten und Grundschulen
Postfach 103442
70029 Stuttgart
Telefon: 0711 279-0