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Schul- und Qualitätsentwicklung

Der durch TIMSS im Jahr 1995 eingeleitete Vergleich mit internationalen Standards hat eine intensive und äußerst fruchtbare fachdidaktische Diskussion über die Art und Weise bewirkt, wie in deutschen Schulen unterrichtet wird bzw. wie Lehr- und Lernprozesse gestaltet werden. Durch die Beteiligung an PISA und IGLU wurden neue Konzepte eines verständnisorientierten und anwendungsbezogenen Lernens entwickelt, die zunehmend Eingang in die Lehrerfortbildung und die Unterrichtsmaterialien gefunden haben.

  1. TIMSS
  2. PISA
  3. IGLU 

Diese neue Dimension einer "empirischen Wende" in der Schulforschung und in der Bildungspolitik stellt die notwendige Datenbasis für gezielte Impulse der Qualitätsentwicklung bereit. Auf der Grundlage einer empirisch gesicherten Erkenntnis über Stärken und Schwächen können im Sinne eines Steuerungswissens positive Entwicklungen stabilisiert und wo nötig Fehlentwicklungen korrigiert werden.

Qualitätsentwicklung ist Aufgabe und Auftrag für sämtliche Schulen. Die Gestaltung von Prozessen der Qualitätsentwicklung ist die einzige Möglichkeit, angesichts sich ständig verändernder Herausforderungen den gestellten Erziehungs- und Bildungsauftrag verantwortungsvoll zu erfüllen. Der Wahrnehmung dieser Qualitätsverantwortung kommt  eine herausragende Rolle zu.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren in diesem Zusammenhang die neuen Bildungspläne, die zum Schuljahr 2004/05 eingeführt wurden. Bundesweit einmalig und beispielgebend sind die Konzentration auf ein Kerncurriculum, die Freiräume der Schule zur Formulierung eines eigenen Schulcurriculums, die Flexibilisierung von Lernzeiten im Rahmen von Kontingentstundentafeln oder die Schaffung von Fächerverbünden.

Bildung stärkt Menschen

Die neuen Bildungspläne fördern die Nachhaltigkeit von Erziehung und Bildung durch stärker anwendungsorientierte und interdisziplinäre Bezüge; sie weisen Bildungsstandards aus, die verbindliche Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern beschreiben. Die Einführung der Bildungspläne hat bereits einen bedeutsamen Schub der Qualitätsentwicklung an den Schulen ausgelöst. Erhöhte Gestaltungsmöglichkeiten verbinden sich mit einer stärkeren Ergebnisorientierung sowie mit neuen Formen des Lehrens und Lernens und der Leistungsbeurteilung.

Bei allen Ansätzen zur Verwirklichung und Unterstützung von Prozessen der Schulqualitätsentwicklung gilt stets, dass die Verbesserung der Unterrichtsqualität im Mittelpunkt stehen muss. Qualitätsentwicklung erfüllt keinen Selbstzweck, sondern erfährt ihren Sinn in einer verbesserten Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen.

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